"Theater des Erzählens" - "Театр рассказа"


Zusammen mit Maria Thorgevsky – Schriftstellerin, Regisseurin und Schauspielerin, die seit vielen Jahren in der Schweiz lebt – gestalte ich "Theater des Erzählens" ("Тeатр рассказа"): Abende auf Russisch im Rahmen des Projekts „Der Autor lebt“.
Wir lesen unsere eigenen Geschichten und verwandeln sie in kleine Theaterszenen.
Oft haben unsere Geschichten das Publikum zum Lachen gebracht – und manchmal auch zu Tränen gerührt.
Vielleicht wird es auch bei Ihnen so sein.
Geborgene Abende bei Kerzenschein – voller Sprache, Gefühl und stiller Magie.




"Übersetzung aus dem Russischen. Das Tagesbuch Fräulein Müller-Frau Ivanov"
In Zusammenarbeit mit der deutschen Unternehmerin Karin van Mourik, mit der mich eine enge und vertrauensvolle Freundschaft verband, entstand in Russland ein Roman, der das Spannungsfeld zwischen zwei Kulturen und Sprachen erforscht.
Das Buch erschien später in Deutschland unter dem Titel „Sogkräfte“ – mit dem Hinweis auf meine Mitwirkung als Co-Autorin der russischen Fassung.
Es wurde kurz vor Karin van Mouriks Tod veröffentlicht und ist für mich bis heute ein besonders persönliches Zeugnis unserer gemeinsamen Arbeit und Verbundenheit.
Eine Passage aus dem Roman
“Dann aber, als besonderer Höhepunkt in diesem Programm, wurde eine weitere Delikatesse aufgetragen.
Man stellte einen riesigen braunen Sack auf den Tisch. Es war der Magen des Hammels, gefüllt mit Eingeweiden.
Die Eingeweide waren kunstvoll drapiert, die Gedärme sogar in kleine Zöpfchen geflochten. Mit ausgefeilten diplomatischen Floskeln gelang es mir, von diesem Gericht Abstand zu nehmen, ohne den Gastgeber und seine Großzügigkeit zu beleidigen. Uff. Ich schluckte wieder Wodka und aß noch ein paar Gurken. Der nächsten Speise sah ich dann schon fast mit rettender Gelassenheit entgegen –noch ein paar Gläschen Wodka mehr, und ich hätte wohl auch Hammeldarm gelassen hinuntergewürgt. Aber …“
"Das ist kein gewöhnliches Buch aus der Reihe „Russland – mit den Augen von Ausländern“. Es ist eine Sammlung brillanter literarischer Skizzen, erfüllt von schonungsloser Offenheit, feiner Einsicht, Liebe und dem wunderbaren Humor beider Autorinnen."
Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Cheauré
Professorin für Slavische Philologie (Literaturwissenschaft) und Gender Studies


Jede Begegnung beginnt mit einem Gespräch.
Schreiben Sie mir gern – ich freue mich auf den Austausch!
